jaeger-14-2
jaeger-14-3
jaeger-14-4
jaeger-14-5

Jägerstätter

Die erste Szene nimmt das bekannte Ende vorweg: Der katholische Bauer Franz Jägerstätter aus Sankt Radegund aus Oberösterreich wurde am 9. August 1943 wegen Wehrkampfzersetzung in Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet – Franziska, sein Frau, liest den Brief mit der entsprechenden Mitteilung vor.
Felix Mitterer schrieb sein Stück „Jägerstätter“ als Auftragswerk des Theaters in der Josefstadt in Zusammenarbeit mit dem Theatersommer Haag.

Felix Mitterer interessierte an der Geschichte vor allem der Mut Jägerstätters, sich gegen die allgemeine Meinung zu stellen und seiner Überzeugung konsequent zu folgen, sowie die Tatsachem, dass seine Handlungsweise letztendlich große Wirkung hatte.

 

Dokumentationsbeitrag – Jägerstätter
Mario Prandstötter, 4 BK Schuljahr 2014/15


Am 24. Oktober 2014 durften wir, die 4 BK der Handelsakademie Oberwart, zusammen mit einigen weiteren Klassen nach Wien in das Theater in der Josefstadt fahren. Wir sahen das berühmte Theaterstück „Jägerstätter“ vom österreichischen Dramatiker Felix Mitterer.
Felix Mitterer wurde am 6. Februar 1948 in Achenkirch in Tirol geboren und ist ein österreichischer Dramatiker und Schauspieler. Er ist als Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor tätig.
Die Hauptdarsteller waren Gregor Bloéb (Franz Jägerstätter) und Gerti Drassl (Franziska, seine Frau). Regie wurde von Stephanie Mohr geführt, das Bühnenbild wurde von Miriam Busch, die Kostüme von Alfred Mayerhofer gestaltet und für die Musikgestaltung war Stefan Lasko verantwortlich.
Eingeladen beziehungsweise begleitet wurden wir wieder von unserer geschätzten Deutsch-Professorin Mag. Brigitte Schurmann und mitorganisiert wurde diese Theaterfahrt vom bereits pensionierten Professor Mag. Harald Himmler.

Das Theaterstück „Jägerstätter“ beginnt damit, dass Franziska, Franz Jägerstätters Frau, den Brief mit der Mitteilung vorliest, dass der katholische Bauer Franz Jägerstätter aus Sankt Radegund in Oberösterreich am 9. August 1943 wegen Wehrkraftzersetzung in Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet wurde. Danach folgt ein Zeitsprung zehn Jahre zurück.
Im Jahre 1933 will Franz Jägerstätter die Stallmagd Theresia heiraten, weil sie ein Kind von ihm erwartet, doch seine Mutter stimmt nicht zu – mit der Begründung, dass der Hof in Gefahr sei, wenn er keine wohlhabendere Frau heirate. Der Bauer liebt Theresia nicht wirklich, jedoch will er sich um sein Kind kümmern und so kommt es, dass er nach Eisenerz geht, um am Hochofen ein wenig Geld zu verdienen. Doch dort kommt es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen sozialistischen und nationalsozialistischen Arbeitern und deshalb flüchtet er nach Ach, wo sich sein Leben schlagartig verändert. Im Wirtshaus lernt er Franziska kennen und nach kurzer Zeit bittet er sie um ihre Hand und sie willigt ein. Der heimlichen Hochzeit folgt eine Hochzeitsreise nach Rom, was in der damaligen Zeit sehr selten und unüblich war. 1938 stimmt Franz Jägerstätter bei der Abstimmung über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich als Einziger mit „Nein“, trotzdem wird verkündet, dass auch in Sankt Radegund alle für den Anschluss sind.
Im Jahr 1940 erhält Franz den Einberufungsbefehl, doch er weigert sich einzurücken und sucht um „Unabkömmlichkeit“ an, weil er von den Nationalsozialisten keinerlei Unterstützung annehmen will. Dem wird zugestimmt und er absolviert die Grundausbildung. 1943 wird Jägerstätter erneut einberufen und ihm wird zum „Gehorsam“ geraten, jedoch verweigert er wieder und könnte sich nur vorstellen, den Sanitätsdienst auszuüben, aber nach seiner Verweigerung wird dem nicht stattgegeben. Viele versuchen ihn zu einer Widerrufung zu überreden, doch dann käme er zu einer Strafkompanie, die Partisanen jagt, also gegen die Zivilbevölkerung brutal vorgehen muss.
Franz Jägerstätter bleibt bei seinem Entschluss und so kommt es, dass er am
6. Juli zum Tode verurteilt wird. Auf Initiative seines Pflichtverteidigers kommen der Pfarrer von Sankt Radegund und seine Frau Franziska nochmals zu Franz, die  ihn ein letztes Mal umzustimmen versuchen, was ihnen leider nicht gelingt. Franz ist nur froh, dass er seine Ehefrau nochmals gesehen hat.
In seinem Abschiedsbrief wird letztendlich nochmal verdeutlicht, dass Franz Jägerstätter nicht „für ein freies Österreich“, sondern aus religiösen Gründen gegen den Nationalsozialismus eingetreten ist.
Das Theaterstück endet mit Projektionen von gegenwärtigen kriegerischen Auseinandersetzungen und mit den wiederholten Worten des Chors:
„Seliger Franz Jägerstätter, bitt für uns“.

Mir persönlich hat das Stück „Jägerstätter“ sehr gut gefallen, denn die ganze Geschichte des Franz Jägerstätters beruht ja auf einer wahren Begebenheit.
Der Bauer Franz Jägerstätter wird im Theaterstück als sehr lebensfroher und selbstbewusster Mensch dargestellt, der zu seinen Entscheidungen steht und für diese eintritt. Obwohl er aus einfachen Verhältnissen stammt, ist er sehr belesen und teilt diese Leidenschaft mit seiner späteren Ehefrau Franziska. An der Heirat mit Franziska zeigt sich die selbstbewusste und teils auch unvernünftige Art Jägerstätters, denn für die Ehe mit ihr lässt er die Mutter seines ersten Kindes im Stich und heiratet der Liebe wegen die Wirtshaustochter Franziska. Eine solche Liebesheirat war in der damaligen Zeit besonders selten, weil die Ehepartner oft aus gesellschaftlichen und finanziellen Gründen eine Ehe eingehen mussten. Doch Jägerstätter steht zu seiner Liebe zu Franziska, und statt eine große Dorfhochzeit zu organisieren, verbringt er mit ihr nach einer kleinen privaten Hochzeit die Flitterwochen in Rom.
Mut und Zivilcourage sind für Franz Jägerstätter charakteristisch. Das zeigt vor allem seine mehrmalige Verweigerung des Wehrdienstes und seine ablehnende Haltung gegenüber dem nationalistischen Regime Hitlers. Bei der Abstimmung über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 stimmt Franz als einziger in seiner Heimatgemeinde mit „Nein“. Damit beweist er vor allem jenen Mut, den die meisten Menschen in dieser Zeit nicht hatten.
Jägerstätter ist ein sehr religiöser Mensch, der nach dem Prinzip der Nächstenliebe und nach den Geboten der Kirche lebt. Sein Glauben bedeutet ihm sehr viel und er ist stets fest von der Existenz Gottes und einem Leben nach dem Tod überzeugt. Er kann es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, Menschen im Krieg zu töten und verweigert deshalb mehrmals den Beitritt zum Wehrdienst. Für ihn ist es unmöglich, gleichzeitig ein Diener Gottes und ein Diener der Nazis zu sein, weil er sich so dem 5. Gebot, welches besagt „Du sollst nicht töten“, widersetzen würde. Das 5. Gebot ist immer wieder ein entscheidender Grund, weshalb Jägerstätter den Wehrdienst verweigert. Doch die Nationalsozialisten akzeptieren keine Wehrdienstverweigerer und bestrafen diese mit dem Tod – in Franz Jägerstätters Fall mit der Hinrichtung durch das Fallbeil. Obwohl Franz Jägerstätter seine Familie über alles liebt, stellt er seinen Glauben auch über diese und unterschreibt damit sprichwörtlich sein Todesurteil. Ebenso verurteilt Jägerstätter die nationalsozialistische Ideologie und sieht die Wehrmacht als Unrecht und Verbrechen an. Deshalb möchte er auf keinen Fall ein Teil dieses grausamen Regimes sein.
Franz Jägerstätter vertritt auch strikt das Prinzip der Gewaltlosigkeit und versteht nicht, weshalb er Menschen grundlos töten solle. Jägerstätter verweigert den Wehrdienst sicherlich auch aus Nächstenliebe. Er möchte keine unschuldigen Menschen töten, sondern ihnen helfen, denn Jägerstätter ist ein Mensch, der gerne lebt und glücklich ist und sich das für andere Menschen ebenso erhofft.
„Jägerstätter“ handelt vom nationalsozialistischen Regime zu der Zeit des Zweiten Weltkrieges und spricht viele Themen wie beispielsweise Staat, Regierung und freie Meinungsäußerung der Menschen in einem solchen System an. Es wird deutlich gezeigt, dass sich viele Menschen damals das nationalsozialistische Regime nicht in Frage zu stellen trauten und sich dem Irrglauben der Allgemeinheit anschlossen. Denn niemand wollte die Aufmerksamkeit auf sich selbst oder auf eine ganze Dorfgemeinschaft ziehen und somit das eigene oder noch  schlimmer das Leben anderer in Gefahr bringen. Franz Jägerstätter ist einer der wenigen Menschen in dieser Zeit, der seine Meinung zu den politischen Gegebenheiten frei vertritt und für diese auch einsteht.
Heute gilt Franz Jägerstätter aufgrund seines Handelns als Vorbild und wurde deshalb im Jahr 2007 seliggesprochen.
Ich hoffe sehr, dass es uns in Zukunft wieder ermöglicht wird, ähnliche Stücke zu sehen, denn „Jägerstätter“ ist mit Sicherheit ein Stück, das in uns allen einen positiven Eindruck hinterließ und uns sehr zum Nachdenken anregte.

 

Dokumentationsbeitrag – Jägerstätter
Lena Grabenhofer, 4BK  Schuljahr 2014/15


Am Freitag dem 24. Oktober 2014, besuchten wir, die Schülerinnen und Schüler der HAK-Oberwart, gemeinsam mit unserer Deutsch-Professorin Frau Mag. Brigitte Schurmann das Theaterstück „Jägerstätter“ in der Josefstadt.

Bei dem Theaterstück „Jägerstätter“ von Felix Mitterer handelt es sich um einen Kriegsdienstverweigerer namens Franz Jägerstätter. Dieser will sich aus religiösen Gründen nicht dem Wehrdienst anschließen und bezahlt dafür mit seinem Leben. Die Geschichte ereignete sich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in St. Radegund (Oberösterreich). Regie führte Stephanie Mohr, für die Kostüme und das Bühnenbild waren Alfred Mayerhofer und Miriam Busch verantwortlich. Die Person Franz Jägerstätter wurde von Gregor Bloéb gespielt.

Regie:    Stephanie Mohr
Bühnenbild:    Miriam Busch
Kostüme:    Alfred Mayerhofer
Musik:    Stefan Lasko

Darsteller
Gregor Bloéb    Franz Jägerstätter
Gerti Drassl    Franziska Jägerstätter
Elfriede Schüsseleder    Mutter Rosalia
Michaela Schausberger    Stallmagd Theresia

Das Theaterstück beginnt mit einem Briefpassagen, gelesen von Franz Jägerstätter und seiner Frau Franziska. Plötzlich erklingt das Geräusch eines Fallbeils. Danach herrscht Stille und die Geschichte beginnt von vorne. Franz Jägerstätter erblickte am 20. Mai 1907 in St. Radegund in Oberösterreich das Licht der Welt. Im Jahr 1917 heiratete Franz Mutter den Bauern Heinrich Jägerstätter, welcher Franz adoptierte. Franz arbeitete am Hof seines Stiefvaters als Bauer. Franz hegte eine Leidenschaft fürs Lesen und so erreichte er eine hohe Bildung, obwohl er nicht großartig die Schule besuchte. Er las unteranderem auch Hitlers „Mein Kampf“, welches ihm in seinem späteren Leben in eine schreckliche Situation bringen wird. Als sein Stiefvater stirbt übernimmt Franz den Hof und schwängert eine Bauernmagd. Er möchte Verantwortung für diese und ihre gemeinsame Tochter Hildegard übernehmen und so will er die Bauernmagd heiraten, zwar nicht aus Liebe, doch aus Vernunft. Seine Mutter verhindert die Hochzeit, weil sie meinte, dass Franz eine wohlhabende Frau heiraten sollte, damit sie den Hof weiterhin behalten können. Franz kommt seinen Verpflichtungen als Vater nach und verliebt sich gleichzeitig in Franziska Schwaninger. Diese war nicht nur hübsch, sondern auch sehr klug und hegte ebenfalls eine Leidenschaft fürs Lesen. 1936 heirateten die beiden und die Hochzeitsreise ging nach Rom. Die beiden bekamen drei Kindern namens Rosalia, Maria und Aloisoa. Jägerstätter ging in seiner Vaterrolle vollkommen auf. Da Franziska sehr religiös war, gab sich auch Franz immer mehr der Religiosität hin. Das Hitlers Buch „Mein Kampf“ wusste Jägerstätter bereits, was Hitler vor hatte und vertrat dem entsprechend seine ablehnende Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus. Bei einer Abstimmung über den Anschluss Österreich ans Deutsche Reich, stimme er als einziger mit nein ab. Die Abstimmung wurde manipuliert, damit eine 100%ige Zustimmung zustande kam. Franz wehrte sich zwar dagegen, doch er hatte keine Chance. 1940 wurde er dann nach Braunau zur Wehrmacht einberufen. Er absolvierte die Grundausbildung und kehrte dann nach Hause zurück, weil er von der Gemeinde als „unabkömmlich“ eingestuft wurde. Jägerstätter gab sich immer mehr dem Glauben hin und verweigerte den Wehrdienst. Er vertrat die Meinung „Wie kann ich ein Soldat Gottes und gleichzeitig ein Soldat des Nationalsozialismus sein?“. Alle versuchten Franz umzustimmen, doch er vertrat seinen Standpunkt. Er suchte sogar den Bischof auf, damit ihm dieser bei seiner Entscheidung helfen konnte. Doch dieser riet ihm auch von der Verweigerung des Wehrdienstes ab. Franziska stand immer hinter ihrem Mann, auch wenn sie wusste, dass er mit seinem Leben bezahlen musste. 1943 erhielt Franz den Einberufungsbefehl. Da er die Einberufung verweigerte, wurde er nach Berlin-Tegel verlegt. Dort erfuhr er, dass er hingerichtet wird, wenn er seine Meinung nicht ändern würde. Doch Jägerstätter blieb hart und nahm seinen Tod in Kauf. Am 14. Juli wurde das Urteil gegen Franz Jägerstätter bestätigt. Inzwischen wollte Sanitätsdienst leisten, jedoch genehmigte das Gericht diesen nicht mehr. Am 9. August 1943 wurde Jägerstätter mittels Fallbeil hingerichtet. 1997 wurde Jägerstätter selig gesprochen.
Jägerstätter war ein einfacher, aber sehr lebensfroher und selbstbewusster Bauer, welcher mit der Natur im Einklang lebte. In seiner Jugend galt er als frohsinnig, heißblütig und unbeherrscht. Für Jägerstätter spielte Religion eine große Rolle in seinem Leben, vor allem seit seiner Hochzeit mit Franziska. Er begann regelmäßig in der Bibel zu lesen und nach dieser zu leben. Er stellte den Glauben über alles Irdische und nahm dafür in Kauf, sein eigenes Leben zu verlieren. Jägerstätter und Franziska verband das Lesen. Obwohl er wenig Schulbildung besaß, entwickelte er sich durch das Lesen zu einem sehr gebildeter Menschen. Jägerstätter war ein sehr moderner Vater und als Persönlichkeit für neue Sachen „offen“. Er fuhr als einziger Mann im Kinderwagen seine Tochter durch das Dorf und übernahm auch Verantwortung für seine uneheliche Tochter, was ihm Spott von anderen Dorfbewohnern einbrachte. Auch die Hochzeitsreise mit Franziska nach Rom anstatt eines großen Dorffestes war vielen Dorfbewohnern unverständlich. Jägerstätter war es schon damals egal, was andere Menschen über ihn sagten, er vertrat seine Meinung konsequent und überall und nahm dafür später sogar seinen Tod in Kauf. Er wurde durch das Fallbeil hingerichtet und bewies durch seinen Mut, sich gegen das System Hitlers zu stellen, wahre Zivilcourage.
Bei der Abstimmung über den Anschluss Österreichs an Deutschland stimmte Jägerstätter als einziger in seiner Heimatgemeinde St. Radegung mit „NEIN“ dagegen und bewies dadurch Zivilcourage. Er wollte nicht den Wehrdienst absolvieren, obwohl ihm die Dorfbewohner dazu rieten. Jägerstätters Hauptmotiv zur Verweigerung des Wehrdienstes war seine Religiosität. Er meinte, wie könne man ein Soldat Gottes und gleichzeitig ein Soldat des Nationalsozialismus sein. Ein weiteres sehr wichtiges Argument gegen den Wehrdienst war das 5. Gebot („Du sollst nicht töten“). Jägerstätter konnte es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, unschuldige Menschen zu töten und so gegen ein Gebot zu verstoßen. Er vertrat konsequent sein Prinzip der Gewaltlosigkeit und lehnte es ab, Teil des menschen-, gott- und kirchenverachtenden NS-Systems zu sein. Für ihn war der Krieg ein Verbrechen. Außerdem wusste Jägerstätter als einer der wenigen, was Hitler vorhatte, denn er hat Hitlers „Mein Kampf“ wirklich gelesen.
Seine Frau Franziska wollte Jägerstätter anfangs dazu bringen, doch den Wehrdienst abzulegen. Doch dann respektierte sie seine Entscheidung und unterstützte ihn. Wahrscheinlich war das auch ein Grund, warum Jägerstätter den Wehrdienst verweigerte, er wusste, dass seine Frau hinter ihm steht, egal was passieren würde.
Jägerstätter zweifelte kurz an seiner Entscheidung und überlegte, ob er sich dem Wehrdienst anschließen und dort die Funktion eines Sanitäters übernehmen sollte. So wäre er der Wehrmacht beigetreten, aber hätte gleichzeitig verwundeten Menschen geholfen und dadurch Gutes getan. Doch nach seiner Verweigerung stand es ihm nicht mehr zu, diese Funktion zu übernehmen, und er entschied sich endgültig gegen den Wehrdienst.

Ich bin der Meinung bin, dass dieses Theaterstück sehr wertvolle Aspekte in Bezug auf Politische Bildung beinhaltet. Anhand dieses Theaterstückes können Jugendlichen von heute erkennen, dass es nicht gut ist, wenn man immer alles glaubt, was einem vorgesagt wird und dass es wichtig ist, eine eigene Meinung zu haben und diese zu vertreten. Das Stück zeigt den inneren Kampf eines Menschen mit seinem Gewissen und seinen Grundsätzen. Der Mut Jägerstätters, sich gegen die allgemeine Meinung zu stellen und seiner Überzeugung konsequent zu folgen, sollte ein Vorbild für viele Jugendliche heute sein. Weiteres zeigt das Stück den Konflikt Jägerstätters mit dem Glauben an Gott und der Liebe gegenüber seinen Mitmenschen. Außerdem greift dieses Theaterstück aktuelle Themen auf wie beispielsweise Religiosität, das Vertreten der eigenen Meinung und den Krieg. Jägerstätter ist ein Vorbild für konsequent gelebten Glauben, für Gewissensentscheidungen, Gewaltlosigkeit und Frieden.
Jägerstätter konnte nicht einfach, nur weil Hitler es befahl, unschuldige Menschen töten. Er glaubte strikt an Gott und dessen 10 Gebote. Das Gewissen ist die persönliche Einstellung und seine Überzeugung, er sollte eigentlich in den Krieg ziehen entgegen seiner Überzeugung und seiner persönlichen Einstellung. Er konnte das Töten von unschuldigen Menschen nicht moralisch nicht verantworten, weil es seiner Grundeinstellung nicht entsprach. Der strikte Glaube an Gott unterstütze Jägerstätter in dieser Situation, weil er das 5. Gebot nicht brechen wollte. Durch seinen Glauben dachte Jägerstätter, dass er im Recht war, was er natürlich auch war. Und obwohl er wusste, dass er durch die Ablehnung des Wehrdienstes sterben würde, war es ihm wichtiger, dass er, quasi in der Früh noch in den Spiegel schauen konnte. Verglichen werden kann er heute mit:
den Pussycat Dolls – Musikgruppe aus Russland, welche sich gegen die russische Regierung (Putin) wehrten, in dem sie Songtexte verbreiteten. Dafür wanderten sie ins Straflager.
der jüngste Nobelpreisträgerin – Malala Yousafzai, Kinderrechtsaktivistin, setzt sich für die Bildung von Mädchen gegen den pakistanischen Taliban ein.

Mir hat das Theaterstück „Jägermeister“ sehr gut gefallen, weil es sehr gut inszeniert war und der Protagonist  für viele Menschen heute ein gutes Vorbild sein kann. Ich hoffe, dass wir noch öfters solche guten Theaterstücke besuchen werden.

Primärliteratur:
Mitterer, Felix:    Jägerstätter
Regie:    Stephanie Mohr
Bühnenbild:    Miriam Busch
Kostüme:    Alfred Mayerhofer
Musik:    Stefan Lasko

Darsteller
Gregor Bloéb    Franz Jägerstätter
Gerti Drassl    Franziska Jägerstätter
Elfriede Schüsseleder    Mutter Rosalia
Michaela Schausberger    Stallmagd Theresia

Sekundärliteratur:
Theaterzettel zu „Jägerstätter“, ausgehändigt am 24. Oktober 2014 von Frau Mag. Brigitte Schurmann
Arbeitsblatt „Jägerstätter“ ausgehändigt im Deutsch-Unterricht am 28. Oktober 2014 von Frau Mag. Brigitte Schurmann
Eigene Mitschrift im Deutsch-Unterricht am 28. Oktober 2014, Analyse des Stückes